Zen

Für eine umfassende Beschreibung von Zen wäre Schweigen dienlich, doch das würde der lesende Verstand hier nicht akzeptieren.

Zen bedeutet Achtsamkeit und Zentriertheit in jedem Augenblick des Lebens.
Dies drückt sich sowohl in der Konzentration auf die ganz normalen Tätigkeiten des Alltags aus, als auch in der Stille des Zazen, der Sitz-Meditation.
Meditation ist nicht dazu da, etwas „zu erlangen“, sondern vielmehr, eine Bewusstheit, ein klares Gewahrsein zum Ausdruck zu bringen.

Zen bevorzugt nichts, es fügt nichts hinzu, es lässt nichts weg.
Es ist bewusst gelebte Erfahrung, es ist stetige Übung, und allenfalls im Hintergrund eine gedankenbewegende Philosophie.

Zen ist die Praxis, die mich in meine Mitte bringt.

Das Zazen hat in den letzten Jahren wachsende Bedeutung für mich erlangt.
Ich nehme mir täglich zwischen 30 und 60 Minuten Zeit hierfür. Auch die Konzentration auf meine tägliche Reiki-Selbstbehandlung betrachte ich als Teil dieser Praxis.

Es gibt heutzutage noch immer in Japan, und teils auch in Europa, einige erwähnenswerte Klostergemeinschaften, die sich der Lebensweise des Zen widmen, wobei dies in der dort gelebten Form nicht mein Weg wäre.

Die Beschäftigung mit Texten von Kodo Sawaki lenkte meine Aufmerksamkeit vor einigen Jahren auf das japanische Kloster Antaiji, das seit 16 Jahren von einem in Deutschland geborenen Abt geführt wird. Dort sind keine weltabgewandten Einsiedler vorzufinden, sondern eine lebenspraktisch miteinander handelnde, sich in allen nur möglichen Belangen selbstversorgende Gemeinschaft.

Im Sinne einer Spiritualität des „Alles ist mit Allem wechselseitig verbunden“ habe ich den dortigen Rhythmus der Freien Tage adaptiert, und meine Meditationspraxis, wie erwähnt, wesentlich erweitert.

Der folgende Link führt Sie zu meiner persönlichen Sammlung von Zen-Geschichten .


Version: 25. Oktober 2018