Zen

Für eine umfassende Beschreibung von Zen wäre Schweigen dienlich, doch das würde der lesende Verstand hier nicht akzeptieren.

Zen bedeutet das stetige Üben von Achtsamkeit und Zentriertheit in jedem Augenblick des Lebens.
Dies drückt sich sowohl in der Konzentration auf die ganz normalen Tätigkeiten des Alltags aus, als auch in der Stille des Zazen, der Sitz-Meditation.

Meditation ist dazu da, eine Bewusstheit, ein klares Gewahrsein zum Ausdruck zu bringen, und weniger dazu, etwas zu „erlangen“.

Zen bevorzugt nichts, es fügt nichts hinzu, es lässt nichts weg.
Es ist bewusst gelebte Erfahrung, und allenfalls im Hintergrund eine gedankenbewegende Philosophie.

Zen ist die Praxis, aus deren Mitte heraus sich klar agieren lässt.

Das Zazen hat in den letzten Jahren wachsende Bedeutung für mich erlangt.
Ich nehme mir täglich zwischen 40 und 80 Minuten Zeit hierfür.

 

Auch die Konzentration auf meine fast tägliche Reiki-Eigenbehandlung betrachte ich als Teil dieser Praxis.

Es gibt heutzutage in Japan, und teils auch in Europa, noch immer einige erwähnenswerte Klostergemeinschaften, die sich der Lebensweise des Zen widmen, wobei dies in der dort gelebten Form nicht mein Weg wäre.

Die Beschäftigung mit Texten von Kodo Sawaki lenkte meine Aufmerksamkeit vor einigen Jahren auf das japanische Kloster Antaiji, das seit 17 Jahren vom in Deutschland geborenen Abt Muho geführt wird. Dort sind keine weltabgewandten Einsiedler vorzufinden, sondern eine lebenspraktisch miteinander handelnde, sich in allen nur möglichen Belangen selbstversorgende Gemeinschaft.

Im Sinne einer Spiritualität des „Alles ist mit Allem wechselseitig verbunden“ habe ich den dortigen Rhythmus der ‚Freien Tage‘ adaptiert, und meine Meditationspraxis, in den vergangenen Jahren wesentlich erweitert.

Der folgende Link führt Sie zu meiner persönlichen Sammlung von Zen-Geschichten .


Version: 1. August 2019