August 2019

Eine der schwierigsten Unterscheidungen, die wir Menschen immer wieder treffen müssen, ist die zwischen „Verstand“ und „Gefühl“. In besonderen Situationen, in denen rasch und pragmatisch entschieden werden muss, und in denen uns nicht viel Zeit zum Nachdenken bleibt – in Notsituationen zum Beispiel – verlassen wir uns oftmals erfolgreich auf unsere Intuition, und tun das offensichtlich Richtige. Es gibt auch durchaus ganzheitliche Argumente, weshalb wir unserer Intuition trauen können und dürfen – sie würde uns nie fehlleiten, weil dies nicht in ihrer Natur liegt, sie hat einen unmittelbaren, direkten Draht zu uns.

Der eher abwägende Verstand, dieser alte Wichtigtuer, ist jedoch zumeist mit Gedanken um Varianten von gewinnen und verlieren beschäftigt, und legt sich nur allzu gern zügelnd über die wohlmeinenden Impulse der Intuition. Die Ebene des Denkens macht zwar nur einen kleinen Teil unseres Bewusstseins aus, doch die Menschen bemessen dem Denken nun schon sehr lange das stärkere Gewicht gegenüber unserem Gefühl zu.

Die Ebene der Intuition können wir oft erst abends betreten, wenn der Tageslärm des Verstandes zur Ruhe kommt, wenn wir uns erlauben, die Ratio zurückzuschrauben, Leichtigkeit und Kreativität zulassen, die beide unverkennbare Merkmale der Gefühlsebene sind. Solche Ruhezeiten haben ausgleichende Wirkung auf Körper und Geist, es ist wichtig, ihnen Raum zu geben, und sie bewusst anzusteuern.

Somit gilt weiterhin:

Sorgen Sie gut für sich und Ihre Bedürfnisse,
berücksichtigen Sie die Bedürfnisse Ihrer Umwelt,
und achten Sie bewusst auf Ihre Gedanken.

    OS


Version: 22. August 2019