September 2019

Es ist ein wenig Mode geworden, vorübergehende Zustände der Traurigkeit, oder der inneren Auseinandersetzung mit einem Thema rasch als depressiv einzuordnen. Ich kann Sie beruhigen: bis zur Diagnose Depression bedarf es durchaus einer längeren Zeit der gedrückten Stimmung, und es gibt einige Abstufungen der Betrachtung.

Doch eine Zeit, in der wir einfach mal einen Gang herunterschalten, und uns der inneren Reflektion widmen sollte sich jedermann ohne Sorge zugestehen dürfen – vielleicht gerade mit Blick darauf, dass viele Menschen heutzutage gewohnt sind, ‚gut funktionieren‘ zu sollen.

Wichtig ist, solche Befindlichkeiten anzunehmen, und selbstbestimmt Schritte einzuleiten, um gestärkt durch diese Phasen zu kommen – bevorzugt durch Gespräche, die mentale Klarwerdung fördern. Denn in kummervollen Zeiten ist unser Kopf „voll“ – und keineswegs „leer“, wie es wohl manche Menschen in solchen Zeiten wahrnehmen. Warum es sich so verhält, das erläutere ich gerne auch im „The Work“ – Seminar.

Entscheidend im Rahmen einer guten Therapie ist, die Gedanken im Kopf zu entkräften, die Unruhe stiften, und die uns Unwohlsein bereiten. Wenn der Kopf erst einmal wieder frei ist, kommen neue, inspirierte Gedanken meist fast von selbst.

Somit gilt weiterhin:

Sorgen Sie gut für sich und Ihre Bedürfnisse,
berücksichtigen Sie die Bedürfnisse Ihrer Umwelt,
und achten Sie bewusst auf die Qualität Ihrer Gedanken.

    OS


Version: 17. September 2019