Oktober 2018

Viele Menschen sind es gewohnt, von ‚Leid‘, oder ‚Leiden‘, oder von ‚leidvollen Erfahrungen‘ zu sprechen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich , dass es lediglich ’schmerzhafte Erfahrungen‘ waren. Was hier auf den ersten Blick wie eine sprachliche Finesse wirkt, hat bei näherem Hinsehen sehr unterschiedliche Bedeutung. Schmerz ist eine Wahrnehmung, die auf einen Moment, oder zumindest

einen kurzen Zeitraum beschränkt ist. Leiden hingegen benötigt den Faktor ‚Zeit‘.

Schmerz wird erst zum Leid, wenn der Verstand ein schmerzhaftes Ereignis immer wieder neu vergegenwärtigt, als unerwünscht zurückweist, und es uns nicht gelingt, in eine Akzeptanz mit den unangenehmen Geschehnissen zu finden.

Doch hieran kann man in Therapiegesprächen gut arbeiten, und als ergänzendes Werkzeug ist vorrangig „The Work“ gut dazu geeignet.

Lassen Sie es sich selbst, und den Menschen,
denen Sie begegnen, gut gehen.

       OS


Version: 10. Oktober 2018