Dezember 2019

Der Gedanke, „keine Zeit zu haben“ ist in vielen Menschen sehr verankert. Natürlich sind die Anforderungen unseres Alltages hoch. Lange Arbeitszeiten sind zu bewältigen, und unsere Kommunikation ist ungleich hochfrequenter als noch vor 20 Jahren. Unser inneres System hat viele Gedanken-Impulse zu verarbeiten, und die Zeit rinnt uns gefühlt oft nur so weg. Im ungünstigsten Fall landen wir in der mentalen Überforderung, und wissen nicht recht, wie wir die Prioritäten setzen sollen.

Jedoch: haben Sie mal bewusst darauf geachtet, was Sie in ‚kurzer Zeit‘ alles so erledigt bekommen können? Ist Ihnen mal aufgefallen, wieviel Inhalt, wieviel Text Sie beispielsweise in einem Telefonat von 2 Minuten unterbringen können? Haben Sie schon einmal bemerkt, dass vermeintlich lästige Tätigkeiten im Haushalt letztlich nur 1 Minute in Anspruch nehmen, und Sie dies dann schon unter ‚getan‘ verbuchen können?

Zeit hat viel mit Bewusstsein zu tun. Auch 10 Minuten lesen täglich sind ’10 Minuten gelesen‘ – wenn Sie das eine Woche lang durchhalten, haben Sie sich über eine Stunde Zeit dafür genommen, und sich möglicherweise Entspannung und Leichtigkeit darin zukommen lassen. Es ist stets eine Sache der Entscheidung, wie alles im Leben. Ich halte es für förderlich, den Gedanken zu hinterfragen „keine Zeit zu haben“, und sich stattdessen bewusst zu werden, wofür man sich Zeit nimmt.

Somit gilt weiterhin:

Sorgen Sie gut für sich und Ihre Bedürfnisse,
berücksichtigen Sie die Bedürfnisse Ihrer Umwelt,
und achten Sie bewusst auf die Qualität Ihrer Gedanken.

    OS


Version: 4. Dezember 2019